Anrechnungsregeln für Minderungsziele

“Wir beraten Mexiko, Costa Rica und Kolumbien beim Aufbau und Einsatz von geeigneten Anrechnungssystemen zur Erreichung ihrer Emissionsminderungsziele”

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Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Partner: Mexikanisches Umweltministerium (SEMARNAT), Costa Ricanisches Umweltministerium (MINAE), Kolumbianisches Umweltministerium (MADS)
Gesamtlaufzeit:  2014 bis 2017

Ausgangssituation
Im Zusammenhang mit Minderungszielen nützen Anrechnungsregeln beim Monitoring und erzeugen Transparenz. Anrechnungsregeln werden von den Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Protokolls bereits verwendet um ihre absoluten Minderungsziele nachzuhalten. Aktuell wird in der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) ein Globalabkommen verhandelt in dessen Zuge es Diskussionen zu Beiträgen und Zielen aller Staaten gekommen ist. Diese Verhandlungen und die Diskussionen um Beiträge aller geschehen im Lichte eines sich verschärfenden Klimawandels und einer größer werdenden Zahl von Staaten mit signifikanten Emissionen.

Innerhalb der nicht industrialisierten Länder existiert eine gewisse Bereitschaft dazu, eigene Ziele und Beiträge zu definieren, allerdings unter der Bedingung nicht nur absolute Minderungsziele ausweisen zu dürfen. Damit kann gemeint sein auch Zieltypen anzuwenden, die sich an die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes anpassen oder auf den Ausbau erneuerbarer Energien abzielen. Anrechnungsregeln und –systeme sind zur Messung und der Schaffung von Vergleichbarkeit über diese unterschiedlichen Zieltypen hinweg, notwendig. Schließlich wird damit ein Beitrag  zur Erreichung des Ziels der Konvention, die globale Erwärmung auf 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen, geleistet.

Ziel
Die Länder Mexiko, Costa Rica und Kolumbien zeichnen sich dadurch aus, dass sie vermutlich ein breites Spektrum an unterschiedlichen Zieltypen (Mexiko Zielwert im Vergleich zu Business-as-usual, Costa Rica Emissionsneutralität, Kolumbien Sektorziel ohne direkten Emissionsbezug) definieren werden. Darüber hinaus haben sich die drei Länder bisher durch ihre progressive Positionierung bei den Klimaverhandlungen hervorgehoben.

Vorgehensweise
Die Ambitionen der drei Länder ihre Minderungsziele und deren Erreichung transparent darzulegen, wird mit Unterstützung bei der Formulierung von Anrechnungsregeln und der Implementierung eines Anrechnungssystems gefördert. Über den Einbezug der drei Länder wird erreicht, dass die Regeln so flexibel sind, dass ein breites Spektrum an Zieltypen abgedeckt ist. Um die Anwendung der Regeln zu unterstützen, wird ein Software-Tool entwickelt, dass auch dazu nutzt, die Ergebnisse der internationalen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Schließlich wird die Institutionalisierung durch maßgeschneiderte Fortbildungsmaßnahmen gefördert.

Factsheet Anrechnungsregeln für Minderungsziele:

FS-Anrechnungsregeln
FS-Anrechnungsregeln
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Hinweis:

Dieses Projekt setzt die GIZ im Auftrag der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) um

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